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workdate!

Workdate ist eine „digitale Lostrommel“ die automatisiert Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen auswählt und via Kalendereinladung zu gemeinsamen Mittagessen, Kaffeepausen, Afterworks etc. einlädt. Ziel ist es, Ihre Mitarbeiter kontinuierlich durch persönliche Treffen miteinander zu vernetzen und somit den Austausch innerhalb des Unternehmens zu fördern.

Nachdem Christoph mir auf dem HR BarCamp in Wien von seinem neuen Projekt erzählt hatte, musste ich unbedingt mehr erfahren. Hier das Ergebnis:)

 

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empjoy: „Christoph, drei Jahre nach der erfolgreichen Gründung von careerdate.net bist du seit kurzem mit deinem neuen Projekt workdate.com online. Was treibt dich an?“

Christoph: „Die letzten drei Jahre waren unglaublich ereignisreich. Wie wohl bei jeder Gründung hatten wir in der Zeit viele Auf und Abs. Nun sind wir an einem Punkt, an dem Careerdate als Produkt etabliert ist und die Prozesse dazu sitzen. Ein guter Zeitpunkt, um das Geschäft breiter aufzustellen und sich gegen branchenübliche Schwankungen abzusichern. Die Idee zu Workdate hatten wir schon länger. Letztendlich haben zwei konkrete Kundenanfragen den Ausschlag gegeben, dass wir das Thema ernsthaft angegangen sind. Und da war es wieder: Das aufregende Gefühl etwas Neues aus der Wiege zu heben. All die Unsicherheit, all die Herausforderungen, aber auch die Bestätigung durch positive Reaktionen von Außenstehenden. Ich denke das ist es was mich antreibt. Die Neugierde, ob man aus einer Idee, einem Gedankenkonstrukt, ein marktfähiges Produkt bauen kann.“

 

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empjoy: „Bei beiden Projekten steht der Mensch und der persönliche Austausch im Fokus. Warum sollte jedes Unternehmen in diesen investieren? Wo siehst du die größten Mehrwerte?“

Christoph: „Wir leben in einer zunehmend vernetzten und digitalisierten Welt. Dennoch mache ich jeden Tag die Erfahrung, dass z.B. ein Video-Call kein persönliches Treffen ersetzt. Wir Menschen sind soziale Wesen und wollen andere Menschen physisch treffen. Im konkreten Fall von Careerdate und Workdate geht es aber auch um Wertschätzung und Authentizität, sowohl gegenüber Bewerbern, als auch den eigenen Mitarbeitern. Wenn man Parallelen zum „richtigen“ Dating zieht, so heiraten doch die wenigsten nachdem sie bei Tinder einen Match hatten. In den meisten Fällen trifft man sich zumindest einmal, um den ersten Eindruck zu validieren :)“

 

 

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empjoy: „Gibt es schon erste Erfolge und Mitarbeiterreaktionen von Unternehmen, bei denen workdate.com zum Einsatz kam?“

Christoph: „In der frühen Phase machen wir Erfolge vor allem an der Aktivität der Mitarbeiter fest. Das beginnt mit der Bereitschaft sich für das unternehmensinterne Workdate-Programm zu registrieren. Da sehen wir momentan eine durchschnittliche Anmeldequote von 35%. Sprich jeder dritte Mitarbeiter meldet sich bei Workdate an, nachdem er von seiner HR- oder Kommunikationsabteilung davon erfahren hat. Das ist in meinen Augen ein fantastischer Wert und bestärkt uns in der Annahme, dass Mitarbeiter sich intern besser vernetzen möchten. Jede Woche finden hunderte von „Workdates“ statt. Die Effekte dieser abteilungs- und hierarchieübergreifenden Vernetzung werden wir (bzw. die Unternehmen) zwar erst in einigen Monaten spüren, aber die Zeichen für einen Erfolg stehen sehr gut.“

 

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empjoy: „Welches Prinzip steckt hinter dem Algorithmus, der Mitarbeiter zum Date lädt?“

Christoph: „In erster Linie geht es bei Workdate um die zufällige Vernetzung von Mitarbeitern und um eine möglichst gute Durchmischung. Der Praktikant und der CEO sollen zusammen zu Mittag essen, Mitarbeiter der IT und aus dem Marketing nach dem Feierabend ein Bierchen zusammen trinken gehen und ein Neueinsteiger auf einen „alten Hasen“ treffen. Das ist die Idee von Workdate. Man kann dem Algorithmus aber auch bestimmte Muster vorgeben nach denen er arbeiten soll. So können z.B. bestimmte Abteilung verstärkt miteinander vernetzt werden. Aber auch andere Attribute wie Dauer der Unternehmenszugehörigkeit können mit berücksichtig werden.

 

 

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empjoy: „Was war das interessanteste Match / Date, das ohne workdate wohl nicht zustande gekommen wäre?“

Christoph: „Die meisten der über Workdate vermittelten „Dates“ wären wohl so nie zustande gekommen. Viele Mitarbeiter haben ihre Gruppe, mit der sie täglich zu Mittag essen oder mit der sie die Pausen verbringen. Kaum einer wagt mal den Blick über den Tellerrand. Spannend finde ich es immer, wenn sich Mitarbeiter aus Abteilungen treffen, die im täglichen Geschäft kaum Berührungspunkte haben. Zu erfahren woran die Kollegen arbeiten ist sehr bereichernd und für viele oftmals überraschend.“

 

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empjoy: „Gibt es eine Feedback-Funktion und die Chance auf ein 2. Date?“

Christoph: „Eine Feedback-Funktion ist in Arbeit. Die Idee ist es, den Date-Teilnehmern nach ihrem Treffen eine E-Mail samt Link zu einem Feedback-Formular zu schicken. So könnte z.B. das Treffen kommentiert werden. Richtig interessant wird es aber, falls eine Idee diskutiert wurde, die man mit der Unternehmensführung teilen möchte. Plötzlich wird Workdate von einem reinen Networking-Tool zu einem Kanal, über den Innovationen entwickelt und kommuniziert werden.“

 

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empjoy: „Was bedeutet für dich erfolgreiches Employer Branding in drei Worten?“

Christoph: „Keine einfache Aufgabe, aber ich versuche es mal: Authentisch, langfristig, von innen heraus (zählt das als ein Wort? J)“

empjoy: „Danke Christoph und weiterhin viel Erfolg!!“

 

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