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Oh snap!

Gut viereinhalb Jahre nach dem Launch, 9.000 snaps pro Sekunde und 7 Milliarden Mobile Views pro Tag (Facebook schafft 8 Mrd.), ist der weiß-gelbe Geist nun auch in Deutschland richtig angekommen. Zumindest bei der jüngeren Zielgruppe. Ich persönlich habe mir am Anfang etwas schwer getan und hatte erste Anlaufschwierigkeiten, bin jetzt aber ein großer Fan und verstehe langsam den Hype. Grund genug nochmals das Potenzial für das Employer Branding näher zu betrachten. Was neben dem Storytelling (siehe Beispiel REWE) möglich und spannend ist, hier einmal kurz zusammengefasst.

On Demand Geofilters

Die klassischen Geotags als Gestaltungsfunktion kennen die meisten Snapchatter ja schon. „Neu“ sind die On Demand Geofilters „for people and businesses“. Mit ein bisschen Kreativität und einer klaren Zielsetzung (nicht nur weil es fancy ist), können Employer Brands in einem definierten Geo-Fence (mind. 1800m2), beispielsweise eine Ziel-Universität, mit einer gebrandeten Message geotaggen. Die Media-Kosten richten sich ganz nach der gewählten Location und der Dauer, sind aber in der Regel nicht besonders hoch. Außer man möchte am Super Tuesday alle Snapchatter im Weißen Haus erreichen. Dann müssen schonmal 2.731,49€ für 24 Stunden investiert werden. McDonalds hat im letzten Jahr in den USA über 14.000 Filialen bespielt und rund 12 Millionen Snaps mit Geotags erzielt. JPMorgan polierte 2015 das eingestaubte Bank-Image bei Nachwuchskräften ebenfalls mit Geofiltern in UK an ausgewählten Schul- und Hochschul-Events auf. Für Deutschland ist der Dienst leider noch nicht verfügbar, sollte aber nicht mehr lange auf sich warten lassen … Ich bin mal gespannt, wann das erste Employer Branding Team bei uns kreativ und aktiv wird:) Vielleicht ist REWE ja wieder Vorreiter?!

Campus Stories

Snapchat Campus Stories sind Live Stories an ausgewählten Universitäten. Durch den angelegten Geo-Fence werden nur Studenten auf dem Campus erreicht bzw. Personen, die sich dort in den letzten 24 Stunden aufgehalten haben. Ziemlich spannend, gerade wenn man sich als Arbeitgebermarke mehr Aufmerksamkeit bei angehenden Absolventen wünscht. Genau mit diesem Anspruch realisierte Goldman Sachs als einer der ersten Employer Brands eine live Recruiting-Kampagne via Snapchat. Mit Erfolg. Insgesamt wurde durch die Kommunikation an 60 Universitäten mehr als 2,1 Millionen Views erzielt. Während der 9 Kampagnentage stiegen die organischen Suchanfragen um +82% und die Career Website Visits um insgesamt +11%. Virale Effekte und positive PR erhöhten den Buzz zusätzlich. Da heute die meisten Unternehmen ein ausgefeiltes Ziel-Universitäten-Konzept besitzen, um die besten Studenten zu aktivieren, sind vielleicht neue Kommunikationskanäle wie die Snapchat Campus Stories eine willkommene Ergänzung im crossmedialen Mix.

WeAreCisco

Noch zu guter Letzt etwas Aktuelles zum mitverfolgen. Der WeAreCisco Snapchat Channel ist frisch gelauncht, aktiv und unterhaltsam. Nicht nur das der Global Player sich diesen Schritt zutraut (großes Lob an ERE Media), er legt die komplette Kommunikation auch noch in die Hände der eigenen Mitarbeiter. Völlig richtig! „It’s all about the employees“ würde Brett Minchington jetzt sagen. Unter dem Projektname „Kitten Rainbow Unicorns“ wurden hauseigene „secret agents for cisco“ mit durchweg positiver Resonanz begeistert. Aber am besten selber auf snapchat inspirieren lassen …

Fazit

Die in sozialen Netzwerken gefühlte Verpflichtung, kontinuierlich aktiv sein zu müssen – und damit große Hürde für viele Unternehmen – löst snapchat mit seiner kurzweiligen Unterhaltung auf kreative sowie erfrischende Art und Weise. Kommuniziert wird dabei weniger „gewollt“ und mehr authentisch (Glaubwürdigkeit). Eigentlich eine perfekte Spielwiese für Arbeitgeber mit jungen Zielgruppen (und etwas eingestaubten Image), die sich etwas trauen. Ein gutes Konzept mit Plan ist aber in jedem Fall nötig! Oh snap;)

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